Wie formuliert man eine Messintention?
Eine gute Messintention ist kurz, enthält Vor- und Nachnamen und sagt klar, worum wir bitten. Wir nennen die Regeln und fertige Beispiele für Intentionen für Verstorbene und für Lebende – zum Kopieren und Ergänzen mit eigenen Namen.

Was der Wortlaut der Intention ist
Die Messintention ist eine kurze Formel, in der wir sagen, für wen oder in welchem Anliegen der Priester die heilige Messe darbringen soll. Der Priester kann sie für jeden darbringen, für Lebende wie für Verstorbene (can. 901). Der Wortlaut muss weder schön noch feierlich sein – er soll klar sein. In vielen Pfarreien wird die Intention zu Beginn der Messe laut vorgelesen oder in den Vermeldungen genannt; eine gut formulierte Intention ist daher eine, die man in einem Atemzug lesen kann, ohne überlegen zu müssen, um wen es geht. Die Arten von Messen, die man bestellen kann, und die Regeln der Kirche haben wir im Ratgeber Messintentionen zusammengestellt; hier geht es nur darum, wie man die Intention aufschreibt.
Sechs Regeln für eine gute Intention
- Kurz. Ein Satz, am besten bis zu zwanzig Wörter. Einzelheiten der Lebensgeschichte, einer Krankheit oder eines Konflikts überlassen Sie Gott – man muss sie weder erklären noch bekanntmachen.
- Vor- und Nachname. Der volle Vorname (keine Koseform) und der Nachname verhindern Verwechslungen. Bei Lebenden genügt oft der Vorname, z. B. „für Peter“, wenn Sie nicht möchten, dass der Nachname öffentlich genannt wird.
- Für Verstorbene – „für den verstorbenen …“ / „für die verstorbene …“. So wird im Deutschen gekennzeichnet, dass die Messe für einen Verstorbenen gefeiert wird. Ein Kreuz „†“ ist in Traueranzeigen üblich, in der Intention ist es nicht nötig. Der Zusatz gilt für jeden Verstorbenen, unabhängig von seinem Glauben: „für den verstorbenen Johann Schmidt“.
- Für Lebende – Bitte oder Dank. Eine Intention für einen lebenden Menschen beginnt mit „um …“ (um Gesundheit, um Gottes Segen, um die Gnade der Umkehr), „zum Dank für …“ oder „in der Meinung …“. Oft verbindet man beides: „zum Dank für …, mit der Bitte um …“.
- Der Anlass am Ende. Jahrestag, Geburtstag oder Jubiläum fügen wir nach dem Namen an: „… zum 10. Todestag“, „… zum 18. Geburtstag“.
- Nichts, was Sie nicht in der Kirche hören möchten. Diagnosen, Süchte, Familienstreit – lieber allgemein ausdrücken: „um Heilung“, „um Versöhnung in der Familie“, „in einem schweren Anliegen“. Gott kennt die Einzelheiten.
Achten Sie auf die Grammatik: Nach „für“ steht der Akkusativ – „für den verstorbenen Johann Schmidt“, „für die verstorbene Anna Wagner“. Beim Totengedenken (in Polen „Wypominki“) schreibt man dagegen nur die Namen der Verstorbenen auf eine Liste – das ist ein anderes Gebet als die Messe in einer Intention.
Beispiele für Messintentionen
Die folgenden Formeln können Sie kopieren und mit eigenen Namen ergänzen.
Für einen Verstorbenen
- Für den verstorbenen Johann Schmidt.
- Für die verstorbene Maria Wagner, um die Freude des ewigen Lebens.
- Für den verstorbenen Thomas Becker am 30. Tag nach seinem Tod.
- Für die verstorbene Christine Fischer – von den Nachbarn aus der Waldstraße.
Der Zusatz „von …“ ist ein Brauch, keine Pflicht; er ist vor allem in den ersten Wochen nach dem Tod hilfreich, wenn verschiedene Menschen um Messen bitten – über diese Zeit schreiben wir auf der Seite Messe nach der Beerdigung.
Für verstorbene Eltern und Angehörige
- Für die verstorbenen Eltern Stefan und Helene Weber.
- Für die verstorbenen Eltern Josef und Johanna und die Großeltern beider Seiten.
- Für die Verstorbenen der Familien Schmidt und Wagner.
- Für die Armen Seelen im Fegefeuer.
Zum Todestag
- Für die verstorbene Anna Wagner zum 1. Todestag.
- Für den verstorbenen Ehemann Andreas zum 10. Todestag, mit der Bitte um die Gnade des Himmels.
- Für die verstorbenen Sophie und Ludwig Koch zu ihrem Todestag.
Wie man das Datum wählt und ob die Messe genau auf den Jahrestag fallen muss, erklären wir im Beitrag Messe zum Todestag.
Um Gesundheit
- Um Gesundheit und Kraft für Peter in seiner Krankheit.
- Um einen guten Verlauf der Operation und Genesung für Eva Schneider.
- Um die Gnade der Gesundheit an Leib und Seele für Mutter Barbara.
Zum Dank
- Zum Dank für empfangene Gnaden, mit der Bitte um weiteren Segen Gottes.
- Zum Dank für 80 Lebensjahre von Helene, mit der Bitte um Gesundheit und den Schutz der Gottesmutter.
- Zum Dank für die glückliche Genesung von Markus.
Um Segen für die Familie
- Um Gottes Segen und den Schutz der Gottesmutter für die Familie Schmidt.
- Um Frieden und Eintracht in der Familie.
- Um eine gute Arbeit für Michael und Gottes Schutz für seine Familie.
Für Eheleute
- Zum 25. Hochzeitstag von Maria und Thomas, zum Dank für die gemeinsamen Jahre, mit der Bitte um weiteren Segen.
- Um Liebe, Einheit und Treue für die Eheleute Martha und Paul.
- Um das Geschenk von Kindern für Anna und Jakob.
Für ein Kind
- Um die Gaben des Heiligen Geistes für Lukas am Tag seiner Erstkommunion.
- Um Gesundheit und Gottes Segen für Sophie zum 1. Geburtstag.
- Um das Licht des Heiligen Geistes für Julia vor dem Abitur.
- Um eine glückliche Geburt und Gesundheit für Mutter und Kind.
Wenn Ihr Anliegen sehr persönlich ist, können Sie einfach schreiben: „In einem Gott bekannten Anliegen“.
Wie man die Intention für Gregorianische Messen angibt
Bei Gregorianischen Messen ist die Regel einfach: Die dreißig Messen werden ausschließlich für einen einzigen Verstorbenen dargebracht. Im Wortlaut geben Sie also einen Vor- und Nachnamen an, ohne Eltern, Geschwister oder „alle Verstorbenen der Familie“ hinzuzufügen:
Für den verstorbenen Josef Schmidt.
Dieselbe Intention feiert der Priester an dreißig aufeinanderfolgenden Tagen. Wenn Sie für zwei Personen beten möchten – z. B. für beide Eltern –, braucht es zwei getrennte Reihen oder eine andere Form, etwa eine Novene. Warum das so ist und für wen man Gregorianische Messen bestellen kann, erklären wir auf der Seite Für wen kann man Gregorianische Messen bestellen?, die Unterschiede der Formen im Vergleich Gregorianische Messen oder Novene?
Wie man die Intention in unser Formular einträgt
- Wählen Sie im Feld „Art der Intention“ die Form: Gregorianische Messen, Novene, „Einzelne Messintention“ (eine Messe) usw.
- Tragen Sie im Feld „Intention / Anmerkung“ nur den Wortlaut der Intention ein, am besten in einer eigenen Zeile, und darunter eventuelle Hinweise, z. B. den Wunsch nach einem bestimmten Tag.
- Schreiben Sie Vor- und Nachnamen in der Originalschreibweise – mit Umlauten und ß (ä, ö, ü, ß), ohne Abkürzungen und ohne Angleichung an eine andere Sprache. Die Messen werden in Belarus gefeiert, deshalb ist es uns wichtig, dass die Namen Ihrer Angehörigen genau in der Form zum Priester gelangen, in der Sie sie geschrieben haben.
- Wenn Sie nicht wissen, wie Sie Ihr Anliegen fassen sollen, beschreiben Sie es mit eigenen Worten – wir schlagen Ihnen einen kurzen Wortlaut vor, den Sie nur noch bestätigen.
Wir antworten per E-Mail mit einem Vorschlag für Datum und Uhrzeiten. In der Bestätigung, die wir nach Eingang des Stipendiums senden, nennen wir den Wortlaut der Intention – lesen Sie ihn dann am besten noch einmal durch. Den ganzen Ablauf Schritt für Schritt beschreiben wir in der Anleitung Wie bestellt man Gregorianische Messen? Wenn die Intention fertig ist, können Sie gleich die Messe online bestellen.
Quellen
Fragen und Antworten
Kann man in einer Messe mehrere Personen Gott empfehlen?
Ja, bei einer einzelnen Messe oder einer Novene – z. B. „für die verstorbenen Eltern Stefan und Helene“. Eine Ausnahme sind die Gregorianischen Messen, die immer für einen einzigen Verstorbenen dargebracht werden. Gut ist es jedoch, wenn eine Messe ein Hauptanliegen hat und nicht eine lange Liste verschiedener Bitten.
Kann ich eine Messe für jemanden bestellen, der nicht weiß, dass ich für ihn bete?
Ja. Zustimmung oder Wissen dieser Person sind nicht nötig. Wenn Sie Diskretion vorziehen, genügt in der Intention der Vorname oder die Formel „in einem Gott bekannten Anliegen“.
In welcher Sprache muss die Intention geschrieben sein?
Sie können sie auf Deutsch oder in einer anderen Sprache schreiben – wichtig ist, dass Vor- und Nachnamen genau, in der Originalschreibweise, angegeben sind. Bei Unklarheiten fragen wir per E-Mail nach.
Das Heiligtum der Gottesmutter von Białynicze
Jahrhundertelang war Białynicze am Fluss Druć eines der bedeutendsten Marienheiligtümer der alten polnisch-litauischen Adelsrepublik – man nannte es das „Tschenstochau Weißrusslands“. Die Karmelitenkirche mit dem Gnadenbild der Gottesmutter, gekrönt 1761, wurde in sowjetischer Zeit zerstört.
Heute baut die Pfarrei das Heiligtum wieder auf, und jede hier bestellte Messe unterstützt dieses Werk.
Geschichte des Heiligtums →Heilige Messe bestellen
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