Ablass für Verstorbene vom 1. bis 8. November und an Allerseelen – so helfen Sie Ihren Lieben
Der November ist der Monat des besonderen Gedenkens an die Verstorbenen. In den ersten Novembertagen gibt die Kirche den Gläubigen die Möglichkeit, für die Verstorbenen einen vollkommenen Ablass zu gewinnen. Wir erklären, wie das geht.

Was ist ein Ablass?
Ein Ablass ist der Nachlass einer zeitlichen Strafe vor Gott für Sünden, deren Schuld bereits getilgt ist. Ein vollkommener Ablass erlässt die gesamte zeitliche Strafe. Die Gläubigen können ihn für sich selbst oder für Verstorbene zuwenden – im November ermutigt die Kirche besonders zu Letzterem.
Ablass für Verstorbene vom 1. bis 8. November
Vom 1. bis 8. November kann man täglich einen vollkommenen Ablass gewinnen, der nur den Verstorbenen zugewendet werden kann. Voraussetzung ist:
- der Besuch eines Friedhofs,
- das Gebet für die Verstorbenen – und sei es nur in Gedanken.
Ablass an Allerseelen – 2. November
Am Gedenktag Allerseelen kann man einen vollkommenen Ablass für die Verstorbenen gewinnen, indem man eine Kirche oder Kapelle besucht und dort das „Vaterunser“ und das „Glaubensbekenntnis“ betet.
Notwendige Bedingungen
Für einen vollkommenen Ablass sind außerdem die üblichen Bedingungen nötig:
- der Stand der heiligmachenden Gnade und die sakramentale Beichte,
- die heilige Kommunion,
- das Gebet in den Anliegen des Heiligen Vaters (z. B. „Vaterunser“ und „Gegrüßet seist du, Maria“),
- die Abkehr von jeder Anhänglichkeit an die Sünde, auch an die lässliche.
Einen vollkommenen Ablass kann man einmal am Tag gewinnen. Fehlt eine der Bedingungen, ist der Ablass ein Teilablass.
Warum Priester an Allerseelen drei Messen feiern
An Allerseelen darf jeder Priester drei heilige Messen feiern. Dieses Privileg gewährte Papst Benedikt XV. der ganzen Kirche im Jahr 1915, während des Ersten Weltkriegs, als Millionen Menschen starben.
Wie man den Verstorbenen im November noch helfen kann
- Heilige Messe – das wertvollste Geschenk für einen Verstorbenen. Siehe einzelne Messe, Novene für Verstorbene oder Gregorianische Messen.
- Totengedenken mit Namensverlesung – einmalig, in der Oktav oder das ganze Jahr hindurch.
- Persönliches Gebet – „Herr, gib ihnen die ewige Ruhe“, der Rosenkranz, der Barmherzigkeitsrosenkranz.
Fragen und Antworten
Kann man den Ablass einer bestimmten Person zuwenden?
Muss man jeden Tag beichten?
Das Heiligtum der Gottesmutter von Białynicze
Jahrhundertelang war Białynicze am Fluss Druć eines der bedeutendsten Marienheiligtümer der alten polnisch-litauischen Adelsrepublik – man nannte es das „Tschenstochau Weißrusslands“. Die Karmelitenkirche mit dem Gnadenbild der Gottesmutter, gekrönt 1761, wurde in sowjetischer Zeit zerstört.
Heute baut die Pfarrei das Heiligtum wieder auf, und jede hier bestellte Messe unterstützt dieses Werk.
Geschichte des Heiligtums →Heilige Messe bestellen
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