Gregorianische Messen – wie lange nach dem Tod und wann bestellen?
„Müssen die Gregorianischen Messen gleich nach dem Tod beginnen?“, „Kann man sie auch nach Jahren noch bestellen?“ – das fragen trauernde Familien oft. Wir antworten kurz und im Einklang mit den Regeln der Kirche.

Die kurze Antwort
Gregorianische Messen können Sie zu jedem Zeitpunkt nach dem Tod bestellen – gleich nach dem Tod, nach der Beerdigung, zum Jahrestag und sogar nach vielen Jahren. Die Bestimmungen der Kirche legen keine Frist fest, innerhalb derer sie beginnen müssten.
Warum viele die Gregorianischen Messen sofort bestellen
Viele Familien möchten die Gregorianischen Messen möglichst bald nach dem Tod beginnen lassen – als Ausdruck der Sorge um den Verstorbenen und um ihn von den ersten Tagen an im Gebet zu begleiten. Eine Pflicht ist das jedoch nicht. In der Begebenheit, auf die dieser Brauch zurückgeht, ließ der heilige Gregor der Große die dreißig Messen für den verstorbenen Mönch Justus erst etwa einen Monat nach dessen Tod feiern – er beschreibt dies im IV. Buch der „Dialoge“.
Man muss nicht auf die Beerdigung warten – die Messen können schon vorher oder am Tag der Beerdigung beginnen. In der Praxis hängt der Termin davon ab, wann der Priester freie Termine hat.
Gregorianische Messen nach Jahren
Es ist nie zu spät. Viele bestellen Gregorianische Messen für Eltern oder Großeltern, die vor langer Zeit gestorben sind – zum Jahrestag des Todes, im November oder einfach dann, wenn sie das Bedürfnis dazu spüren. Wir wissen nicht, wie lange eine Seele der Läuterung bedarf, und das Gebet für die Verstorbenen ist immer ein Akt der Liebe.
Kann man Gregorianische Messen wiederholen?
Ja. Für dieselbe Person kann man Gregorianische Messen mehr als einmal bestellen – z. B. gleich nach dem Tod und erneut zum Jahrestag.
Regeln, die man kennen sollte
- 30 Messen, Tag für Tag, ohne Unterbrechung,
- immer für einen einzigen Verstorbenen – nicht für mehrere Verstorbene und nicht für Lebende,
- die Messen können von verschiedenen Priestern und an verschiedenen Altären gefeiert werden,
- wenn ein unvorhergesehenes Hindernis die Reihe unterbricht (z. B. eine plötzliche Erkrankung des Priesters), werden die fehlenden Messen an den folgenden Tagen nachgeholt, bis es dreißig sind (Erklärung der Konzilskongregation vom 24. Februar 1967).
Für Lebende bestellt man andere Formen des Gebets, z. B. 30 Messen zum Himmlischen Hof oder die Novene für Lebende.
Quellen (auf Polnisch)
Fragen und Antworten
Kann man Gregorianische Messen schon vor der Beerdigung bestellen?
Kann man Gregorianische Messen für jemanden bestellen, der vor vielen Jahren gestorben ist?
Das Heiligtum der Gottesmutter von Białynicze
Jahrhundertelang war Białynicze am Fluss Druć eines der bedeutendsten Marienheiligtümer der alten polnisch-litauischen Adelsrepublik – man nannte es das „Tschenstochau Weißrusslands“. Die Karmelitenkirche mit dem Gnadenbild der Gottesmutter, gekrönt 1761, wurde in sowjetischer Zeit zerstört.
Heute baut die Pfarrei das Heiligtum wieder auf, und jede hier bestellte Messe unterstützt dieses Werk.
Geschichte des Heiligtums →Heilige Messe bestellen
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